„Anti-Kremlin protests continue in Russia’s far east for 24 consecutive days“
„BY ALEXANDRA ODYNOVA
AUGUST 3, 2020 / CBS NEWS
Moscow — Thousands of people took to the streets in Russia’s far eastern city of Khabarovsk for the 24th consecutive day on Monday, continuing a rare spate of ongoing anti-Kremlin demonstrations in the region sparked by the arrest of a local politician.
Sergei Furgal, who defeated an unpopular incumbent for governor from Russian President‘ Vladimir Putin’s ruling party in 2018, was arrested last month on charges relating to murders from 2004 and 2005 and transported to a jail in Moscow. Putin then appointed an acting governor, Mikhail Degtyaryov, who had no connection to the region.
While Furgal’s arrest was seen by many as politically motivated, Degtyaryov’s appointment, which wasn’t welcomed locally, pushed the demonstrations in a more anti-Kremlin direction.“
„Chants of „Russia without Putin,“ „We are power here,“ and „Give us Furgal back“ were heard at the protest on Saturday that drew some 10,000 people despite pouring rain, according to local media. Official estimates put the crowd at roughly 3,500.
While anti-Kremlin demonstrations are common in Russia’s capital Moscow, as well as its second-largest city, St. Petersburg, they are rare in more remote areas.
Sergei Alov, a Khabarovsk resident, told CBS News in a telephone interview he had never witnessed such large protests in the region before. He noted that the popular governor’s dismissal had united both long-time Putin supporters and an opposition-minded young generation.“
Source: https://www.cbsnews.com/news/anti-kremlin-protests-khabarovsk-russia-24-days/
Kategorie: Mafia&State Crime
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Einsatz von Nervengift „Nowitschok“ zerstört das russisch-britische Verhältnis vollends
„Einsatz von Nervengift „Nowitschok“ zerstört das russisch-britische Verhältnis vollends“
„Der Nervengift-Anschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal lässt den Konflikt zwischen Großbritannien und Russland eskalieren. Das Verhältnis ist ohnehin schon belastet.“
„13.03.2018“
„Moskau Der Konflikt zwischen London und Moskau um den Nervengift-Anschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter in Salisbury eskaliert immer mehr. „Es ist höchstwahrscheinlich, dass Russland verantwortlich ist“, sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May.
Es handle sich um ein Nervengift, das in Russland hergestellt worden sei. Folglich sei es entweder von der russischen Regierung verwendet worden, oder diese habe die Kontrolle darüber verloren, schlussfolgerte sie. In jedem Fall erwarte sie bis Dienstagabend eine Erklärung vor der Internationalen Organisation für das Verbot von Chemiewaffen.
Außenminister Sergej Lawrow lehnte ab, auf das Ultimatum zu reagieren, bevor Russland nicht zu allen Materialien im Fall-Skripal Zugang erhalte. Doch die Art des Giftes, das jüngst in England zum Einsatz kam, ist zumindest laut Scotland Yard schon bekannt: Es handelt sich um mehrere Phosphor-Kohlenstoffverbindungen, die unter dem Namen „Nowitschok“ („Neuling“) ab 1973 in der Sowjetunion als Teil des Geheimprojekts „Foliant“ entwickelt wurden.
Kommentar zu Geheimdiplomatie: Geheime Abmachungen wirken zerstörerisch – und kommen am Ende immer ans Licht
KOMMENTAR ZU GEHEIMDIPLOMATIE
Geheime Abmachungen wirken zerstörerisch – und kommen am Ende immer ans Licht
Ab Mitte der 1980er-Jahre konnten russische Chemiker die Stoffe synthetisch herstellen. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem und hemmen das im Körper produzierte Enzym Acetylcholinesterase. Da dadurch der Neurotransmitter Acetolcholin nicht mehr abgebaut wird, werden die inneren Organe überstimuliert. Krämpfe, Lähmungen und schließlich Atemstillstand sind die Folge.
Großbritannien
Von Nowitschok gibt es mehrere Arten, die fünf- bis zehnmal so stark wirken wie der chemische Kampfstoff VX. Dadurch können sie in minimalen Dosen angewendet werden. Die Folgen einer Vergiftung sind angeblich unheilbar. Sterben die Betroffenen nicht, so sind sie zumindest unfähig, danach ein selbständiges Leben zu führen.
Laut dem im US-Exil lebenden tatarischen Chemieexperten Will Mirsajanow ist zumindest der Kampfstoff „Nowitschok-5“ ein binäres Gift, das heißt die tödliche Wirkung entsteht erst, wenn zwei zuvor unschädliche Stoffe vermischt werden.
Nowitschok wird in der Konvention zum Chemiewaffenverbot zwar nicht namentlich genannt, fällt aber natürlich unter die Bestimmungen des Abkommens. Moskau halte sich an dieses Abkommen, betonte der russische Senator Igor Morosow nach Bekanntwerden der Giftaffäre.
…
Bekannt ist allerdings, dass es in Russland in den 1990er-Jahren bereits einen Fall einer Nowitschok-Vergiftung gegeben hat: Der Präsident der Rosbisnesbank, Iwan Kiwelidi, starb am 1. August 1995, nachdem ihm Unbekannte den Stoff auf seinen Telefonhörer geschmiert hatten. Kurz darauf starb auch seine Sekretärin, die über eben jenes Telefon den Krankenwagen gerufen hatte, als Kiwelidi Vergiftungserscheinungen zeigte.
Der dritte Tote in dem Fall war der Arzt des Leichenschauhauses, der die Obduktion an dem Geschäftsmann vorgenommen hatte und womöglich dabei ebenfalls mit dem Stoff in Kontakt kam.
Der Fall zeigt, dass das Gift zu der Zeit bereits nicht mehr vollständig von staatlichen Stellen kontrolliert wurde. Es ist also durchaus möglich, dass Teile der Produktion „privatisiert“ wurden. Morosow behauptet zudem, dass die illegale Produktion von Nowitschok im Untergrund „gefährlich, aber möglich“ sei.
Giftattacke auf Ex-Spion – Anschlag auf Moskaus Befehl?“
„Litwinenko wurde in London mit dem radioaktiven Polonium vergiftet und starb nach mehreren Wochen Tortur im Krankenhaus an der Strahlenkrankheit. Er selbst beschuldigte Russlands Präsident Wladimir Putin, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Nach Angaben von Scotland Yard wurde Litwinenko vom russischen Agenten Andrej Lugowoi vergiftet.“
Quelle. https://www.handelsblatt.com/politik/international/anschlag-auf-ex-spion-skripal-einsatz-von-nervengift-nowitschok-zerstoert-das-russisch-britische-verhaeltnis-vollends/21064696.html -
Charité: Kreml-Kritiker Nawalny mit Cholinesterase-Hemmer vergiftet? | DW Nachrichten
„Charité: Kreml-Kritiker Nawalny mit Cholinesterase-Hemmer vergiftet? | DW Nachrichten“
„63.325 Aufrufe•25.08.2020“
„Die Ärzte der Berliner Charité haben die Wirkung eines Giftstoffs in Alexei Nawalnys Körper nachgewiesen und vermuten, dass der russische Oppositionelle mit einem Cholinesterase-Hemmer vergiftet worden ist. Sie behandeln Nawalny mit dem Gegenmittel Atropin. Wie stark sein Nervensystem geschädigt ist, sei noch nicht klar. Spätfolgen schließen die Charité-Mediziner nicht aus. In einer schriftlichen Erklärung teilten sie zudem mit, dass Alexej Nawalnys Gesundheitszustand nach wie vor ernst sei, es bestehe aber keine akute Lebensgefahr. Der bekannte Kreml-Kritiker wird seit Samstag im Berliner Klinikum Charité behandelt, nachdem er am Donnerstag ins Koma gefallen war. Den Ärzten, die Nawalny zuerst in der russischen Stadt Omsk versorgten, vertraute sein Umfeld nicht.Denn Gift hätten die Ärzte bei Blutanalysen nicht gefunden.“
„DW Deutsch: 492.000 Abonnenten: Die Ärzte der Berliner Charité haben die Wirkung eines Giftstoffs in Alexei Nawalnys Körper nachgewiesen und vermuten, dass der russische Oppositionelle mit einem Cholinesterase-Hemmer vergiftet worden ist. Sie behandeln Nawalny mit dem Gegenmittel Atropin. Wie stark sein Nervensystem geschädigt ist, sei noch nicht klar. Spätfolgen schließen die Charité-Mediziner nicht aus. In einer schriftlichen Erklärung teilten sie zudem mit, dass Alexej Nawalnys Gesundheitszustand nach wie vor ernst sei, es bestehe aber keine akute Lebensgefahr. Der bekannte Kreml-Kritiker wird seit Samstag im Berliner Klinikum Charité behandelt, nachdem er am Donnerstag ins Koma gefallen war. Den Ärzten, die Nawalny zuerst in der russischen Stadt Omsk versorgten, vertraute sein Umfeld nicht. Denn Gift hätten die Ärzte bei Blutanalysen nicht gefunden.“
„und dass er auch keine Folgen dieser Vergiftung behält, wir müssen aber natürlich uns neuerlich die Frage stellen, ob Russland tatsächlich ein vertrauenswürdiger Partner für
Zusammenarbeit ist. Wir haben seit einigen Jahren unerklärliche Morde an Journalisten, die Putin und den Kreml
kritisieren, wir haben Vergiftungs-, Giftanschläge, zum Beispiel auf Herrn Skripal und seine Tochter, aber eben
jetzt auch auf ein Navalwnyd…wir haben im letzten Jahr den Mord im Berliner Tiergarten gehabt und die russische Regierung arbeitet jeweils nicht vertrauensvoll mit den
aufklärenden Behörden zusammen, sondern sie verschleiert und vertuscht und sie muss sich deswegen die Frage gefallen lassen, warum sie das tut ..diese Arten von
Aktionen mutmaßlichen Aktionen Russlands auf europäischer Ebene anprangern… ich habe aber ein bisschen den Eindruck, als wenn man im Kreml gar kein Interesse daran hat wirklich jeden zweifel daran zu zerstreuen dass das möglicherweise
staatliche Aktionen sind weil man damit natürlich Angst und Schrecken unter den Gegnern, den Kritikern der Herrschaft im
Kreml streut und dieser Angst und Schrecken, der dort verbreitet wird, könnte ja vielleicht Teil der Strategie der
Führung sein, also halbherzige windelweiche Erklärungen, die sowieso keiner glaubt würden natürlich im Zweifel eher den Verdacht nähren, dass doch staatliche Stellen dahinter stecken…dass man im Kreml in großer Sorge ist,, dass
möglicherweise außerhalb des direkten Einflussbereichs
der Moskauer Führung, nämlich zum Beispiel in Sibirien
der Widerstand gegen die Führung aus Moskau immer stärker wird, denn bei Lichte betrachtet sind natürlich die
wirtschaftlichen Folgen von 25 Jahre De-facto-Regierung von Putin nicht besonders befriedigend, sondern im Gegenteil das Land ist in vielen Bereichen hinter den Erwartungen, hinter
seinen Möglichkeiten zurückgeblieben, ich glaube, dass in Russland immer mehr Menschen das Gefühl haben unser Kaiser
hat ja vielleicht keine Kleider an, also es ist letztlich nur ein großer Fake, dass Russland unter Putin mit dieser
Führung zu stark geworden ist und dass man spürt im Kreml, dass das eine Bedrohung für die Macht ist und dass deswegen das Zusammentreffen der verschiedenen Ereignisse, Corona Krise, mit den wirtschaftlichen folgen, Rebellion ist vielleicht zu weit gehend, aber Protest gegen Moskau im Umland …. (Jürgen Hardt, Außenpolitikexperte der CDU im
Bundestag)“
Quelle: https://berndpulch.org/2020/08/27/charite-kreml-kritiker-nawalny-mit-cholinesterase-hemmer-vergiftet/









